Hochwasserschutzmaßnahmen
Nachhaltiger Hochwasserschutz in Bayern basiert auf drei Säulen:
- Natürlicher Rückhalt - vorbeugender Hochwasserschutz
- Technischer Hochwasserschutz
- Weitergehende Hochwasservorsorge
Hochwasserschutzkonzept für die Donau zwischen Straubing und Pleinting
Das vorhandene Hochwasserschutzsystem an der Donau zwischen Straubing und Pleinting umfasst 240 km Deiche und 45 Schöpfwerke. Es bietet regelrechten Schutz vor einem ca. dreißigjährlichen Hochwasser.
Unterhalb Straubing würden bei einem hundertjährlichen Hochwasser die Hochwasserdeiche auf großen Strecken überlaufen und brechen. Teilweise würden ganze Gemeindegebiete vollständig überflutet. Unabsehbare Schäden an Bebauung und Infrastruktur könnten entstehen.
Ziele des Hochwasserschutzkonzepts sind:
- Regelrechter Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser für bebaute Bereiche und wichtige Infrastruktur
- Erhalt des bestehenden Schutzes für sonstige Flächen in den eingedeichten Gebieten
- Ausbau des Hochwasserschutzes unter Beachtung
natürliche Rückhalteflächen erhalten oder wiederherstellen
erhebliche nachteilige Veränderungen möglichst vermeiden oder ausgleichen
Das Hochwasserschutzkonzept beinhaltet folgende Maßnahmen:
- Aufhöhung der bestehenden Deiche
Nur bei besiedelten Flächen nahe am Deich! - Aufbau einer zweiten Deichlinie
Unbesiedelte Flächen zwischen den Deichen werden ab etwa einem dreißigjährlichen Hochwasser (wie bisher) geflutet. - Deichrückverlegung
Die Flächen wasserseitig vom neuen Deich werden künftig bei Hochwasser überflutet. Die Flächen werden entweder aufgekauft oder die Grundstückseigentümer entschädigt. - Absiedlung von Einzelanwesen
In Einzelfällen wird die Absiedlung von ungünstig gelegenen Einzelanwesen in Erwägung gezogen.
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Der Hochwasserschutz Bogen wurde in 4 Bauabschnitten im Stadtbereich Bogen und in den Ortsteilen Pfelling, Furth und Kinsachableiter mit hohem finanziellen und planerischen Aufwand ausgeführt. Die Deiche wurden auf einer Länge von insgesamt 8,4 Kilometern erhöht und saniert, sowie die Leistungsfähigkeit der Schöpfwerke wesentlich gesteigert. Die Gesamtkosten der einzelnen Baumaßnahmen betrugen 28 Millionen Euro. |
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| Hochwasserschutz Obenzell an der Donau | |||
| Gewässerausbau Eckerbachtal nach Hochwasser 2002 | |||
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Seilnetzsperre Satzbach, Gemeinde Thyrnau, Landkreis Passau - Schwemmholzrückhalt gegen Überschwemmungen - Am 12. August 2002 ereignete sich auch in der Region östlich von Passau eine Hochwasserkatastrophe. Starkniederschlägemit 120 mm in 48 Stunden lösten u.a. an den Wildbächen zwischen Passau und Jochenstein eine Sturzflut aus. Auch am Satzbach wurden bei diesem außergewöhnlichen Hochwasserereignis große Mengen Geröll und Holz aus den Oberläufen mitgerissen, die an Engstellen zu sog. Verklausungen führten. |
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Hochwasserschutz Pocking, Stadt Pocking, Landkreis Passau Im Sommer des Jahres 1954 versank Niederbayern für Wochen in den Fluten eines spektakulären Hochwassers. Bei Pocking breitete sich die Rott bis zur Bahnlinie Passau/Neumark-St. Veit aus. Anfang der 60er Jahre wurde zwischen Ruhstorf und Pocking ein System aus Flutmulden und Deichen angelegt. Hydraulische Berechnungen der letzten Jahre zeigten, dass ab dem Deich an der Gstettner Straße kein ausreichender Hochwasserschutz gegeben ist. Das in den Jahren 2006 / 2007 durchgeführte Projekt bietet einen nachhaltigen Schutz vor Überflutungen. |
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